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title: "Sind diese zwei Vergabefunde dieselbe Ausschreibung?"
description: "Prüfen Sie Kennungen, Fassungen, Bekanntmachungsarten und Lose, bevor DÖE-, TED- oder Portal-Treffer zusammengeführt werden."
canonical: "https://zephior.com/de/insights/detect-duplicate-tender-notices"
last-updated: 2026-09-03
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# Sind diese zwei Vergabefunde dieselbe Ausschreibung?

> Prüfen Sie Kennungen, Fassungen, Bekanntmachungsarten und Lose, bevor DÖE-, TED- oder Portal-Treffer zusammengeführt werden.

Von [Tony Kim](https://zephior.com/de/authors/tony-kim). Veröffentlicht 2026-09-03; aktualisiert 2026-09-03. 13 Min. Lesezeit.

## Definition

Ein Dublettenentscheid beschreibt die Beziehung zwischen zwei beobachteten Vergabedatensätzen auf fünf Ebenen: Darstellung, Bekanntmachung und Fassung, Vergabeverfahren, Los und anstehende Bieterhandlung. „same_publication_representation“ gilt für zwei Darstellungen derselben veröffentlichten Bekanntmachungsfassung. „same_notice_different_version“ hält mehrere redaktionelle Fassungen einer Bekanntmachungskennung auseinander. „same_procedure_related_event“ verbindet Auftragsbekanntmachung, Änderung, Ergebnis, Auftragsänderung oder Abschluss unter derselben Verfahrenskennung. Eine eForms-Vorinformation enthält keine Verfahrenskennung; eine spätere Bekanntmachung stellt den Bezug über ein eigenes Vorinformationsfeld her. „same_procedure_different_lot“ erhält eigenständig zu prüfende Lose. „related_process“ verknüpft Rahmenvereinbarung, Einzelabruf, Neuauflage oder Ersatzverfahren, ohne deren Identität zusammenzulegen. „probable_match_review“ bleibt sichtbar, solange ein tragender Beleg fehlt. „distinct_opportunity“, „identity_conflict“ und „insufficient_identity“ sperren eine automatische Gruppierung. Nur bestätigte Darstellungen dürfen in einer Trefferansicht zusammenfallen; ihre Quellenbelege bleiben bestehen.

## Problem

Ein EU-weites Verfahren kann gleichzeitig im Bekanntmachungsservice des Datenservice Öffentlicher Einkauf, bei TED, auf der Vergabeplattform und in einem kommerziellen Suchdienst erscheinen. Vier Treffer können eine einzige Auftragsbekanntmachung abbilden. Ähnliche Treffer desselben Auftraggebers können dagegen verschiedene Jahre, Lose oder eigenständige Verfahren betreffen. Dazu kommen Vorinformationen, Berichtigungen und Vergabebekanntmachungen, deren Titel große Textteile wiederholen. Eine Regel aus Auftraggeber, Titel und Frist erzeugt deshalb beide Fehler: Sie zählt Darstellungen mehrfach und verschluckt fachlich eigenständige Ereignisse. Der Abgleich muss jede Kennung in ihrem Geltungsbereich lesen.

## Perspektive

Beginnen Sie mit der fachlichen Ebene, auf der Gleichheit benötigt wird. § 10a VgV führt bei EU-Bekanntmachungen zu Veröffentlichungen über DÖE und TED. Das kann zwei öffentliche Darstellungen derselben Bekanntmachung erzeugen. Die eForms-Verfahrenskennung verbindet dagegen mehrere Bekanntmachungen eines Verfahrens; Bekanntmachungskennung und Fassung bestimmen ein engeres Objekt. Loskennungen grenzen beschaffbare Teile ab. Speichern Sie Originalwert, Feldbezeichnung, Schema, Herausgeber und Abrufzeit. Titel, CPV, Ort, Wert und Frist dienen der Gegenprüfung. Ein Agent darf öffentliche Datensätze vergleichen und eine Beziehung vorschlagen. Er darf keinen Treffer löschen, keine neue Fassung verwerfen, ein Los unterdrücken oder aus bloßer Ähnlichkeit eine Neuauflage ableiten.

## Erst die Vergleichsebene entscheidet, ob zwei Treffer gleich sind

„Dieselbe Ausschreibung“ kann fünf verschiedene Aussagen meinen. Zwei Adressen zeigen dieselbe veröffentlichte Fassung. Zwei Fassungen gehören zur selben Bekanntmachung. Zwei Bekanntmachungen gehören zum selben Vergabeverfahren. Zwei Treffer betreffen verschiedene Lose dieses Verfahrens. Oder beide verlangen vom Bieter dieselbe Handlung. Der Dublettenentscheid muss jede benötigte Aussage einzeln beantworten.

Bei einer identischen Darstellung stimmen die fachliche Bekanntmachungskennung, ihre Fassung und der abgebildete Umfang überein. HTML, XML und amtliche Datenobjekte können dieselbe Veröffentlichung wiedergeben. Eine Suchansicht darf sie bündeln. Die Ursprungsdatensätze bleiben dennoch erhalten, weil ihr Format, Abrufweg und Veröffentlichungszeitpunkt unterschiedliche Belegfunktionen erfüllen.

Eine Verfahrensübereinstimmung ist weiter gefasst. Auftragsbekanntmachung, Änderung, Ergebnis, Auftragsänderung und Abschluss können dieselbe Verfahrenskennung tragen. Eine eForms-Vorinformation wird dagegen über BT-125 und gegebenenfalls BT-1251 ausdrücklich mit dem späteren Verfahren oder Los verbunden. Für die Vergabeforschung gehört die Linie zusammen, für die aktuelle Bieterhandlung sind ihre Ereignisse nicht austauschbar. Jeder Knoten behält Art, Kennung, Fassung, Zeit und Beziehung zu vorherigen Veröffentlichungen.

Lose bilden eine weitere Grenze. Ein Verfahren kann mehrere Lose unter einer gemeinsamen Bekanntmachung enthalten. Der Liefergegenstand, die Eignung und sogar die Frist können je Los abweichen. Gruppieren Sie den Verfahrenskopf, aber behalten Sie jedes Los als eigene Qualifikationszeile. Fehlt im Sekundärtreffer die Loskennung, bleibt die Zuordnung offen.

**Kontrollierte Beziehungen zwischen zwei Vergabefunden**

| Zustand | Belegter Gleichlauf | Folge |
| --- | --- | --- |
| same_publication_representation | Bekanntmachung, Fassung und Umfang | Ansicht gruppieren, beide Quellen behalten |
| same_notice_different_version | Bekanntmachungskennung, nicht Fassung | Fassungen vergleichen und zeitlich ordnen |
| same_procedure_related_event | Verfahrenskennung | Ereignisse unter dem Verfahren getrennt zeigen |
| same_procedure_different_lot | Verfahren, nicht Los | Getrennte Bietentscheidungen erhalten |
| related_process | Ausdrückliche Verfahrensbeziehung | Verknüpfen, nicht zusammenlegen |
| probable_match_review | Beschreibende Merkmale, Schlüssel fehlt | Sichtbar halten und prüfen |
| identity_conflict | Starke Kennung weicht ab | Gruppierung sperren |

## DÖE und TED können dieselbe Veröffentlichung verschieden darstellen

§ 10a Absatz 5 VgV verlangt, dass EU-Bekanntmachungen über den Datenservice Öffentlicher Einkauf an das Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union übermittelt werden. Dieselben übermittelten Bekanntmachungen werden auch über den DÖE-Bekanntmachungsservice veröffentlicht und frei zugänglich angeboten. Ein DÖE-Treffer und ein TED-Treffer können deshalb zwei amtliche Darstellungen einer Bekanntmachung sein.

Diese gesetzliche Veröffentlichungskette allein beweist das konkrete Paar noch nicht. Vergleichen Sie Verfahrenskennung, Bekanntmachungskennung und Fassung, Veröffentlichungsnummer, Auftraggeber, Formtyp und Losumfang. Stimmen diese Felder überein, ist same_publication_representation vertretbar. Weicht eine starke Kennung ab, bleibt es bei zwei Datensätzen oder einem Identitätskonflikt, auch wenn der Titel gleich lautet.

Das Bundesportal beschreibt den DÖE als frei zugänglichen zentralen Ort für zugelieferte Bekanntmachungen. Die Detailansicht verweist auf die ausschreibende Vergabeplattform, auf der weitere teilnahmerelevante Handlungen stattfinden. Ein dritter Portal-Treffer kann somit dieselbe Bekanntmachung spiegeln und zugleich aktuellere Unterlagen bereitstellen. Die Dublettengruppe darf diese Rollen nicht einebnen.

Die offene Datenschnittstelle des Bekanntmachungsservice bietet monatliche und tägliche Exporte. Derselbe Datensatz kann daher in Oberfläche, Export und eigener Datenbank erscheinen. Speichern Sie die DÖE-Kennung und Exportperiode zusammen mit der eForms-Identität. Ein Hash kann zwei unveränderte Nutzlasten bestätigen, sagt aber nichts über eine spätere Fassung oder ein anderes Darstellungsformat.

**Quellenrollen in einer möglichen DÖE-Dublette**

| Fund | Mögliche Beziehung | Nicht verlieren |
| --- | --- | --- |
| DÖE-Oberfläche und Open-Data-Export | Darstellungen eines Datensatzes | Exportperiode und Abrufzeit |
| DÖE und TED | Amtliche Darstellungen derselben Bekanntmachung | Beide Publikationswege |
| DÖE und Vergabeplattform | Verknüpfte Veröffentlichung und Betrieb | Portalrolle und Unterlagenstand |
| TED HTML und XML | Darstellungen derselben Publikation | Format und Route |
| Suchdienst und DÖE | Sekundärfund mit möglicher Spiegelung | Originalfeldwerte und Abweichungen |
| Zwei DÖE-Zeilen mit gleicher Verfahrenskennung | Noch kein Darstellungsbeweis | Bekanntmachungsart, Fassung und Los |

## eForms trennt Verfahren, Bekanntmachung und Fassung absichtlich

Die eForms-Dokumentation definiert BT-04 als global eindeutige Verfahrenskennung. BT-701 identifiziert eine Bekanntmachung. Mehrere redaktionelle Fassungen dieser Bekanntmachung teilen BT-701 und unterscheiden sich über BT-757. Das Amt für Veröffentlichungen ergänzt bei der Veröffentlichung die Publikationsnummer OPP-010. Diese vier Werte beantworten vier unterschiedliche Fragen.

Fassungen sind besonders leicht zu verwechseln. Die erste Fassung trägt 01, weitere Fassungen steigen an. Nach der eForms-Spezifikation kann zu einer Bekanntmachungskennung eine Fassung veröffentlicht werden. Zwei vor der Veröffentlichung beobachtete Fassungen sind keine zwei Chancen, aber auch keine austauschbaren Belege. Nur die tatsächlich veröffentlichte Fassung erhält die entsprechende Veröffentlichungsbeziehung.

Eine Änderungsbekanntmachung erhält eine eigene Bekanntmachungskennung und verweist über BT-758 auf Kennung und Fassung der geänderten Bekanntmachung. Dass Titel, Auftraggeber und Verfahren gleich bleiben, macht sie nicht zur Dublette. Der Verweis begründet eine gerichtete Kante: Diese Veröffentlichung ändert jene Fassung. Eine Vergabebekanntmachung oder Auftragsänderung bildet wiederum ein anderes Ereignis.

OCDS bietet für Datenexporte eine ähnliche Trennung. Der OCID bezeichnet den gesamten Beschaffungsvorgang. Eine Release-ID ist nur innerhalb dieses OCID eindeutig und bezeichnet ein Veröffentlichungsereignis. Ein Record kompiliert mehrere Releases. Vergleichen Sie deshalb immer OCID und Release-ID gemeinsam. Eine identische lokale Release-ID unter einem anderen OCID ist kein Treffer.

**Kennungsabgleich ohne Geltungsbereichsfehler**

| Kennung | Belegt | Belegt nicht |
| --- | --- | --- |
| BT-04 Verfahrenskennung | Gemeinsames Vergabeverfahren | Gleiche Bekanntmachung |
| BT-701 Bekanntmachungskennung | Gemeinsame Bekanntmachungslinie | Gleiche Fassung |
| BT-757 Fassung | Redaktioneller Stand mit BT-701 | Veröffentlichung ohne Publikationsbeleg |
| OPP-010 Publikationsnummer | Veröffentlichte Darstellung | Aktuelle Bieterhandlung |
| BT-758 Änderungsverweis | Gerichtete Änderung einer Fassung | Identische Veröffentlichung |
| OCID | Gemeinsamer OCDS-Prozess | Gleiches Release |
| OCID und Release-ID | Gemeinsames Veröffentlichungsereignis | Identische Portalrolle |
| Vergabenummer | Möglicher Treffer im Auftraggeberraum | Weltweite Eindeutigkeit |

## Die Trefferansicht darf ordnen, aber keine Lose oder Ereignisse löschen

Das Paarprotokoll beginnt mit zwei unveränderten Beobachtungen. Zu jeder gehören Quelle, Adresse, Abrufzeit, Originalsprache, Kennungsfelder und Darstellungsart. Danach folgen gerichtete Beziehungen mit Belegstelle. Eine „gleich“-Kante auf Darstellungsebene darf neben einer „verschieden“-Kante auf Los- oder Ereignisebene stehen. Genau diese Mehrdeutigkeit bildet die Vergaberealität ab.

Eine bevorzugte Anzeigequelle ist nur eine Darstellungsentscheidung. Für die amtliche Veröffentlichung kann TED oder DÖE vorne stehen; für Unterlagen kann der verlinkte Vergabeportal-Einstieg sinnvoller sein. Feldwerte behalten ihre Quelle. Eine Frist aus dem Portal wird nicht unsichtbar zum Merkmal des TED-Datensatzes. Bei Widerspruch zeigt die Gruppe beide Werte und verlangt die dafür vorgesehene Fachprüfung.

Unscharfe Verfahren schlagen lediglich Kandidaten vor. Titel ohne Satzzeichen, vereinheitlichte Auftraggebernamen, CPV, NUTS, Wertband und Zeitnähe verkleinern die Paarmenge. Der Entscheid nennt anschließend die einzelnen Übereinstimmungen. Ein Prozentwert ohne diese Merkmale kann nicht erklären, warum eine Gruppe entstand oder welche Abweichung sie wieder öffnen muss.

Ein Agent darf bestätigte Darstellungen in seiner Antwort zusammenfassen und die Quellen gemeinsam nennen. Bei fehlender Loskennung, unterschiedlicher starker Kennung oder ungeklärter Bekanntmachungsart bleibt er bei probable_match_review oder identity_conflict. Er entfernt nichts aus dem Monitoring. Kontoanlage, Nachfrage bei der Vergabestelle, Änderung der Bid-Pipeline und endgültige Löschung brauchen eine eigene Befugnis.

**Mindestfelder eines prüfbaren Paarprotokolls**

| Block | Inhalt | Steuerwirkung |
| --- | --- | --- |
| Kandidaten | Quellenkennung, URL, Sprache und Abrufzeit | Rohbeleg bleibt auffindbar |
| Vergleichsebene | Darstellung, Bekanntmachung, Verfahren, Los, Handlung | Begrenzt die Gleichheitsaussage |
| Kennungskanten | Schema, Rohwert, Feld und Geltungsbereich | Erklärt den Identitätstreffer |
| Ereigniskanten | vorherig, geändert, Ergebnis, Ersatz oder Abruf | Verhindert falsche Dubletten |
| Gegenprüfung | Auftraggeber, Typ, Umfang, Ort, Wert und Zeit | Deckt Zuordnungsfehler auf |
| Widersprüche | Feld, beide Werte, Quellenrolle | Sperrt automatische Ausblendung |
| Entscheid | Zustand, Begründung, Prüfer und Zeitpunkt | Steuert die Ansicht |
| Neuprüfung | Auslöser und nächste amtliche Quelle | Öffnet veraltete Gruppen |

## Sechs Treffer ergeben ein Verfahren, drei Ereignisse und zwei Lose

Ein fiktiver Zweckverband beschafft IT-Betrieb unter der Verfahrenskennung 22222222-3333-4444-8555-666666666666. Los 1 betrifft den Service Desk, Los 2 den Rechenzentrumsbetrieb. Der DÖE und TED zeigen dieselbe Auftragsbekanntmachung mit Bekanntmachungskennung aaaaaaaa-bbbb-4ccc-8ddd-eeeeeeeeeeee, Fassung 01 und derselben Publikationsnummer. Das Vergabeportal führt beide Lose unter der Referenz ZV-IT-2026-09.

DÖE und TED erhalten same_publication_representation, nachdem Kennungen, Auftraggeber, Formtyp und beide Lose übereinstimmen. Das Vergabeportal wird als begleitender operativer Fund verbunden. Es ist keine zu löschende dritte Kopie, denn dort liegen Unterlagen und Handlungen. Seine Loszeilen werden auf Darstellungsebene der Auftragsbekanntmachung zugeordnet, bleiben aber als Los 1 und Los 2 getrennte Qualifikationsobjekte.

Eine Woche später erscheint eine Änderungsbekanntmachung. Sie trägt eine neue Bekanntmachungskennung und verweist auf Fassung 01 der Auftragsbekanntmachung. Sie teilt die Verfahrenskennung und den Titelanfang, wird aber same_procedure_related_event. Nach Abschluss erscheint die Vergabebekanntmachung ebenfalls unter dem Verfahren. Auch sie bleibt ein eigener Ereignisknoten und darf nicht als weitere offene Chance gezählt werden.

Ein Sekundärdienst liefert zwei zusätzliche Zeilen ohne Loskennung. Eine enthält die Referenz ZV-IT-2026-09 und den Umfang des Service Desk; die andere nennt Rechenzentrumsbetrieb. Die amtlichen Texte stützen die Loszuordnung, deshalb werden beide als sekundäre Darstellungen je eines Loses verbunden. Wäre der Umfang abgeschnitten, blieben sie probable_match_review. Das System würde sie anzeigen, bis ein eindeutiger Beleg vorliegt.

**Beziehungsgraph des fiktiven Verfahrens**

| Paar | Entscheid | Folge |
| --- | --- | --- |
| DÖE und TED Auftragsbekanntmachung | same_publication_representation | Gemeinsame Karte, zwei Belegquellen |
| Auftrags- und Änderungsbekanntmachung | same_procedure_related_event | Änderung als eigenes Ereignis |
| Auftrags- und Vergabebekanntmachung | same_procedure_related_event | Ergebnis nicht als offene Chance zählen |
| Portal Los 1 und Los 2 | same_procedure_different_lot | Beide getrennt qualifizieren |
| Sekundärzeile und amtliches Los | Darstellungstreffer mit Losbeleg | Quelle und Abweichungen behalten |
| Paar mit anderer Verfahrenskennung | identity_conflict | Keine automatische Gruppierung |

## Nützliche Ergebnisse

- Jedes Paar erhält getrennte Aussagen zu Darstellung, Bekanntmachung, Verfahren, Los und Bieterhandlung.
- DÖE- und TED-Darstellungen können in der Suche gruppiert werden, ohne ihre Herausgeber, URLs und Abrufzeiten zu verlieren.
- Bekanntmachungskennung, Fassung, Verfahrenskennung, Veröffentlichungsnummer und Los bleiben als typisierte Schlüssel erhalten.
- Vorinformation, Auftragsbekanntmachung, Berichtigung und Ergebnis bleiben in einer nachvollziehbaren Verfahrenslinie sichtbar.
- Loszeilen werden nur auf Darstellungsebene gebündelt und weiterhin einzeln qualifiziert.
- Abweichende starke Kennungen oder Auftraggeberangaben stoppen die automatische Gruppierung.
- Ähnliche Treffer ohne Identitätsbeleg bleiben bis zur amtlichen Prüfung in der Arbeitsliste.
- Eine andere Person oder ein Agent kann den Entscheid aus dem Paarprotokoll reproduzieren.

## Ablauf

1. **Gleichheitsebene festlegen.** Bestimmen Sie, ob dieselbe Webdarstellung, Bekanntmachung, Verfahrensakte, dasselbe Los oder dieselbe erforderliche Antwort gemeint ist. Ein Paar kann auf einer Ebene gleich und auf einer anderen verschieden sein.
2. **Rohdatensätze sichern.** Erhalten Sie Quelle, Adresse, Abrufzeit, Sprache, Feldnamen und Rohwerte beider Treffer. Normalisierung ergänzt diese Belege und überschreibt sie nicht.
3. **Kennungen mit Namensraum vergleichen.** Prüfen Sie Verfahrens-, Bekanntmachungs-, Fassungs-, Veröffentlichungs-, Vergabe- und Loskennungen jeweils unter ihrem Herausgeber und Schema.
4. **Veröffentlichungsart und Beziehungen lesen.** Erfassen Sie Formtyp, Bekanntmachungstyp, Verweis auf geänderte oder vorherige Bekanntmachungen und gegebenenfalls OCDS-Beziehungen.
5. **Bieterobjekt abgrenzen.** Vergleichen Sie Los, Leistungsumfang, Ort, Zugangsart und Frist. Fragen Sie, ob ein Unternehmen eine gemeinsame oder mehrere getrennte Entscheidungen treffen muss.
6. **Beschreibende Merkmale gegenprüfen.** Nutzen Sie normalisierte Titel, Auftraggeber, CPV, Werte und Daten als Widerspruchs- oder Suchsignale. Sie ersetzen keine fehlende amtliche Kennung.
7. **Beziehungszustand vergeben.** Wählen Sie den engsten belegten Zustand, nennen Sie zustimmende und abweichende Felder und halten Sie offene Identitätsfragen fest.
8. **Ansicht gruppieren, Belege erhalten.** Bestimmen Sie für bestätigte Darstellungen einen bevorzugten Einstieg. Lassen Sie Quellenkanten, Fassungen, Ereignisse und Lose weiterhin einzeln abrufbar und setzen Sie Prüfauslöser.

## Wichtige Entscheidungen

- Auf welcher fachlichen Ebene müssen die beiden Treffer für die nächste Handlung übereinstimmen?
- Stimmen Bekanntmachungskennung, Fassung und Veröffentlichungsnummer im selben Schema überein?
- Teilen die Treffer nur die Verfahrenskennung und stellen deshalb verschiedene Ereignisse dar?
- Sind unterschiedliche Loskennungen mit eigenem Umfang oder eigener Frist vorhanden?
- Verweist eine Bekanntmachung ausdrücklich auf die andere als geänderte, vorherige oder zugehörige Veröffentlichung?
- Passen Auftraggeber, Bekanntmachungsart, Leistungsumfang, Ort, Wert und Zeitfolge zur vorgeschlagenen Beziehung?
- Welche Quelle wird in der Ansicht bevorzugt, und welche Fachangaben bleiben an einer anderen Quelle?
- Welcher fehlende oder widersprüchliche Beleg verhindert die automatische Ausblendung?

## Risiken

- Wiederkehrende Standardtitel können Jahresvergaben verschiedener Verfahren fälschlich zusammenführen.
- Eine gemeinsame Verfahrenskennung kann Auftrags- und Vergabebekanntmachung wie dieselbe Veröffentlichung aussehen lassen.
- Eine neuere redaktionelle Fassung kann als Dublette verschwinden, bevor ihre Änderungen geprüft wurden.
- Getrennte Lose können unterschiedliche Eignung, Partner, Preise oder Abgaben verlangen.
- Ein Sekundärportal kann eine veraltete Frist oder verkürzte Losstruktur unter demselben Titel führen.
- Eine interne Vergabenummer kann ohne Auftraggeber, Jahr und Portal mehrfach vorkommen.
- Ein Ähnlichkeitswert kann hohe Sicherheit vortäuschen, obwohl nur allgemeine Wörter übereinstimmen.
- Ein Agent kann einen Treffer aus dem Monitoring entfernen, bevor seine Beziehung amtlich belegt ist.

## Kennzahlen

- Kandidatenpaare mit eigener Aussage für Darstellung, Bekanntmachung, Verfahren, Los und Handlung
- Entscheide mit schemaqualifizierter Kennung oder ausdrücklich veröffentlichter Beziehung
- erhaltene Fassungs-, Ereignis- und Losknoten nach Gruppierung der Trefferansicht
- prüfpflichtige Paare, die bis zur Klärung sichtbar bleiben
- Konflikte mit genau bezeichnetem Feld, beiden Rohwerten und Quellen
- bevorzugte Einstiege mit erhaltenen Links zu DÖE, TED und Vergabeplattform
- reproduzierte Entscheide ohne erneute unscharfe Titelsuche
- wieder geöffnete Gruppen nach neuer Fassung, Bekanntmachung, Loszuordnung oder Quellenkorrektur

## Häufige Fragen

### Sind ein DÖE- und ein TED-Treffer immer dieselbe Bekanntmachung?

Nein. Die Veröffentlichungskette macht die Beziehung plausibel, aber erst übereinstimmende Bekanntmachungskennung, Fassung, Publikationsnummer, Auftraggeber und Umfang belegen das konkrete Paar.

### Reicht dieselbe Verfahrenskennung für einen Dublettenentscheid?

Sie belegt die Zugehörigkeit zum selben Vergabeverfahren. Bekanntmachungsart, Kennung, Fassung und Los entscheiden, ob die Datensätze dieselbe Darstellung oder verschiedene Ereignisse sind.

### Darf eine Berichtigung als Dublette ausgeblendet werden?

Nein. Sie ist ein eigenes Ereignis und kann eine konkrete Fassung ändern. Ordnen Sie sie dem Verfahren und der geänderten Bekanntmachung zu.

### Sind zwei Zeilen für verschiedene Lose doppelt?

Nicht für Eignungsprüfung oder Angebotsplanung. Sie dürfen unter einem Verfahren erscheinen, behalten aber Loskennung, Umfang, Bedingungen und Frist.

### Was geschieht mit einem Treffer ohne amtliche Kennung?

Er kann als wahrscheinlicher Kandidat mit den übereinstimmenden Merkmalen erfasst werden. Bis zur amtlichen Zuordnung bleibt er sichtbar und wird nicht automatisch gelöscht.

### Welche Quelle soll die gruppierte Karte öffnen?

Das hängt von der Aufgabe ab. Für den Veröffentlichungsbeleg eignet sich DÖE oder TED, für Unterlagen der amtlich bezeichnete Portaleinstieg. Behalten Sie beide Rollen.

### Kann eine interne Vergabenummer als eindeutiger Schlüssel dienen?

Nur in ihrem belegten Namensraum. Ergänzen Sie Auftraggeber, Portal, Jahr und Feldbezeichnung und prüfen Sie eForms- oder Publikationskennungen daneben.

### Wann muss eine bestehende Gruppe erneut geprüft werden?

Bei neuer Fassung, Änderungs- oder Ergebnisbekanntmachung, geänderter Loszuordnung, neuer Quellenabbildung oder einem Konflikt in einer starken Kennung.


## Primärquellen

- [§ 10a Vergabeverordnung zur Veröffentlichung über DÖE](https://www.gesetze-im-internet.de/vgv_2016/__10a.html), Bundesministerium der Justiz
- [Bundesportal zum Bekanntmachungsservice und den Vergabeplattformen](https://verwaltung.bund.de/leistungsverzeichnis/DE/leistung/99120001107003/herausgeber/HB-S1000030001673324/region/040000000000), Bundesportal
- [Open-Data-Richtlinie des Bekanntmachungsservice](https://oeffentlichevergabe.de/ui/de/Open-Data-Richtlinie), Datenservice Öffentlicher Einkauf
- [Open-Data-API des Bekanntmachungsservice](https://oeffentlichevergabe.de/documentation/swagger-ui/opendata/index.html), Datenservice Öffentlicher Einkauf
- [eForms Kennungen, Fassungen und Publikationsnummern](https://docs.ted.europa.eu/eforms/latest/schema/all-in-one.html), Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union
- [eForms Verknüpfung von Bekanntmachungen](https://docs.ted.europa.eu/eforms-common/FAQ/index.html), Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union
- [OCDS Kennungen und ihre Geltungsbereiche](https://standard.open-contracting.org/latest/en/schema/identifiers/), Open Contracting Partnership
- [OCDS Releases, Lose und Verfahrensbeziehungen](https://standard.open-contracting.org/latest/en/schema/reference/), Open Contracting Partnership


## Weiterführende Artikel

- [Auftraggeber und verbundene Stellen überwachen](https://zephior.com/de/insights/monitor-a-buyer-and-its-subsidiaries)
- [Gilt für alle Lose dieselbe Angebotsfrist?](https://zephior.com/de/insights/verify-lot-level-tender-deadlines)
- [Automatisierte Datenanreicherung mit Provenienz je Feld](https://zephior.com/de/solutions/data-enrichment-automation)
- [Deckt dieser Nachweis die Angebotsaussage wirklich ab?](https://zephior.com/de/insights/verify-the-scope-of-proposal-evidence)
